Geschichte

Dezember 1990
Die Architekturstudentin Claudia Gonzales-Moreno begann, nächtliche Treffen mit den Straßenkindern zu organisieren. Sie verteilte kleine Mahlzeiten und versuchte, in Gesprächen und mit der Organisation sportlicher Aktivitäten das Vertrauen der Kinder zu gewinnen.

Juli 1993
In La Paz wurde ein Haus für die Straßenkinder gemietet.

1995
Die Stadt La Paz stellte ein Haus für die Straßenkinder und das Projekt ALALAY zehn Jahre lang gratis zur Verfügung. Im selben Jahr knüpften Cecilia und Walter Witzany erste Kontakte zu ALALAY. Bei einem verregneten Musik-Openair in Grünau im Almtal, das Walter Witzany moderierte, wurde der Grundstein für die Hilfsachse Österreich-Bolivien gelegt.

1996
Im Dezember wurde zum ersten Mal mit österreichischen Spendengeldern eine Tischlerei eingerichtet, um den Straßenkindern in La Paz eine Berufsausbildung zu ermöglichen.

1997-2000
Drei Norweger stellten ALALAY 10.000 m2 Baugrund am südlichen Stadtrand von La Paz zur Verfügung. Mit Spenden aus Bolivien und Österreich wurde mit dem Bau des ersten Kinderdorfes begonnen. Als Architektin plante Claudia Gonzales-Moreno sowohl das gesamte Kinderdorf als auch die einzelnen Häuser selbst. Auch die Bauaufsicht lag in ihren Händen.

Näh- und Strickmaschinen wurden gekauft, um auch für die Mädchen Berufschancen zu schaffen.
Weitere Werkstätten (Schneiderei, Strickerei etc.) und eine kleine Bibliothek wurden eingerichtet, eine Bäckereiausrüstung (Bäckereimaschinen, Öfen etc.) und weitere Betten wurden gekauft.

Mit Spendengeldern der oberösterreichischen Landesregierung wurden Lehrkräfte für die Berufsausbildung der Kinder engagiert.

2001
Im Mai wurde mit dem Bau des zweiten Kinderdorfes in Santa Cruz begonnen.

2002
Wieder im Mai erfolgte der Spatenstich für ein weiteres Haus im Kinderdorf in La Paz, das im Juni 2003 von 24 Kindern bezogen wurde. Dieses Haus wurde mit oberösterreichischen Spendengeldern finanziert und auf den Namen „HAUS LINZ/Austria-CASA LINZ“ getauft.

Im August wurde mit dem Bau eines dritten Hauses in Kinderdorf in Santa Cruz begonnen. Auch dieses Haus wurde mit Geld aus Oberösterreich finanziert, bietet 24 Kindern ein Zuhause und wurde auf den Namen „HAUS LAND OBERÖSTERREICH/Austria-CASA ALTA AUSTRIA“ getauft.

2004-2008
Es wurden eine Reihe weiterer Häuser errichtet:
Haus „ORF-Radio OÖ“
„Kiwanis-Haus Austria“ in Santa Cruz
Haus „Mükisch“ in Santa Cruz
Haus “St. Valentin” in Santa Cruz
Haus “Goldhauben Schwanenstadt, Austria” in Santa Cruz
„Casa Brigitte“, ein Sozialhaus mit Gemeinschaftsraum, Küche, Bibliothek und Wäscherei.
Haus „Marcelina“, ein Haus für Mädchen in La Paz.

2007 wurde ein bereits bestehendes Kinderdorf in Cochabamba in das Projekt ALALAY integriert. Die ehemaligen Besitzer, ein bolivianisches Ehepaar, konnten aus Gesundheits- und Altersgründen das Kinderdorf nicht mehr weiterführen und gaben es kostenlos an ALALAY ab. Derzeit leben 35 Kinder in diesem Dorf.

Zu Ostern wurden zwei weitere Häuser mit Spendengeldern der Radio OÖ HörerInnen eröffnet.




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